1. Kuss-Schreibwettbewerb
3. Preis – „Hier stand ich ...” von Anne Ulbricht
Hier stand ich, mein Leben war zu ende. Der Wind fuhr um meine nackten Beine. Ich frohr. Neben mir stand ein verprügelter Junge der mich gerettet hat. Wie konnte ich so blöd sein? Wie konnte ich das bloß wollen?
Sie hatte mit ihrer Freundin Alice geplant heute auf eine Party zu gehen, dort würde sie, nach ihrem Plan, ihren ersten Kuss bekommen. Und das vom Schul-Schwarm. Doch ihr kam etwas dazwischen. Denn sie hatte die Schule geschwänzt, ihre Eltern hatten's mitbekommen und spiessig wie die waren hatten sie ihr Hausarest gegeben. Trotzdem fasste sie den Entschluss, um ihren ersten Kuss zu kämpfen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Schnell war sie umgezogen, ohne das ihre Eltern es bemerkten und sie machte sich auf den Weg. Alles funktioniert perfekt: Nach einer Stunde konnte sie beginnen Thomas zu suchen. Erfolglos, bis sein Kumpel ihr sagte, dass er oben warten würde. Schnell stürzte sie die Treppe hoch und sah ihn. "Schön das du hier bist." sagte er und ihr wurde überall all warm. Endlich würde sie ihren ersten Kuss bekommen, sie würde keine Außenseiterin mehr, akzeptiert und bewundert werden. Sie wusste nicht was sie sage sollte. "Ich..." - "Sag nichts." flüsterte er, während er sie gegen die Wand drängte. Reden konnte sie garnicht mehr, denn Thomas war ihr so nah. Seine Hand glitt unter ihren Rock. Als sie seinen Atem roch, der nach Alkohol stank wurde es ihr zu viel. "Halt! So will ich das nicht!" schrie sie verängstigt. "Zier dich nicht so Süße! Alice hat mir erzählt das du einfach nur schüchtern bist. Darauf steh ich." Nun zielte er auf ihren Mund doch sie drehte sich weg: "Stopp, hör auf!" Sie wollte sich ihm entziehen aber seine Hände hielten sie unerbittlich fest. "Hilfe! Hilf..." Seine Hand schlug ihr ins Gesicht. Der Schmerz durchfuhr sie, ihr stiegen Tränen in die Augen. Sie wollte einfach nur weg und fing an auf ihn einzuschlagen. Doch er war zu stark. "Hey! Lass sie los, du Arsch!" auf einmal zog ein fremder Junge, Thomas von ihr weg. Nun ging Thomas auf ihn los, leider hatte der in seinem Heldenmut vergessen das Thomas sehr stark war. Sie griff ein und zog sie den Jungen die Treppe runter. Dort standen schon die anderen Gäste, keiner tat etwas. Sie wollte nur raus.
Sie und ihr Retter wussten nicht wohin, und suchten sich einfach eine Bank. Dort tupfte sie ihm die Wunde am Kopf ab. Dieser ertrug es mannhaft. "Ich kann dir gar nicht genug danken, dass du mich gerettet hast." Ihm stand der Schmerz im Gesicht, aber er behaupdete trotzdem, er habe ihr gerne geholfen. Er wurde rot. Auf einmal war ihr nichts wichtiger als ihm zu erzählen was heute passiert war. Und wie sie dort saß und er ihr einfach nur zuhörte beschloss sie mit dem Küssen zu warten. Zu warten bis der kommt den sie wirklich liebt.
Gut, so oder so ähnlich ist es mir nicht passiert. Aber ich glaube ihre Entscheidung war gut so, lieber ungeküsst, als geküsst von einem denn man nicht liebt. Also das ist meine Meinung.
Anne Ulbricht, 15



